Lou Andreas-Salomé

Bereits im Studium der Germanistik haben mich starke und selbstbewusste Frauen fasziniert. Kein Wunder also, dass mich Lou Andreas-Salomé seither begleitet.

Den Anfang machte die Beschäftigung mit ihrer Biografie (siehe die Seiten über Leben und Werk), was zu zwei Publikationen führte:

  • einer Biografie mit Michaela Wiesner-Bangard, die in gekürzter Form noch bei Reclam lieferbar ist und
  • einer Bildbiografie mit der Nachlassbesitzerin Dorrothee Pfeiffer, die als EPUB-E-Book verfügbar ist, die Buchform ist vergriffen.

Als dann Professor Hans-Rüdiger Schwab eine Werkedition als Desiderat anmahnte und anregte, zumindest eine gemeinsame Edition der Aufsätze und Essays zu unternehmen, begann im Jahr 2010 das Abenteuer der Werkedition, die von zwei wissenschaftlichen Forschungsbänden (Ihr zur Feier 2011 und Zwischenwege in der Moderne 2019) abgerundet wird!

Im Onlineshop gibt es ein Postkarten-Set mit acht Fotografien aus dem Lou Andreas-Salomé Archiv in Göttingen.



Biografisches

Michaela Wiesner-Bangard, Ursula Welsch
Lou Andreas-Salomé. »Wie ich dich liebe, Rätselleben«.

Ein Rätsel blieb Lou Andreas-Salomé ihren Zeitgenossen wohl bis zuletzt. Mit Nietzsche, Rilke und Freud stand sie nicht nur in lebhaftem gedanklichen Austausch. Ihre philosophische Scharfsichtigkeit rief Bewunderung hervor, als Schriftstellerin überzeugte sie durch psychoanalytisches Feingefühl. Die Autorinnen zeigen die unterschiedlichen Gesichter einer Frau, deren erklärter Anspruch es war, "im Ganzen Guten Schönen resolut zu leben" und die damit die berühmtesten unter ihren Zeitgenossen beflügelte. Die einfühlsame Annäherung der Autorinnen macht die Gestalt der Lou Andreas-Salomé anschaulich und lässt sie in ihrer ganzen Unbedingtheit lebendig werden. Durch das umfangreiche, sorgfältig recherchierte und erzählerisch integrierte Quellenmaterial wird das Buch darüber hinaus zu einer plastischen Darstellung der Kultur- und Wissenschaftsgeschichte der Jahrhundertwende.
Aktuelle Buchausgabe: 12,95 Euro, ISBN 978-3-15-020486-3 (bei Reclam 2017 und 2020 neu aufgelegt, zum Shop)
Buchrezension: Judith Reitstätter, 2008, bei SandamMeer.at

Die E-Book-Ausgabe wurde ergänzt um das Kapitel zur psychoanalytischen Theorie von Lou Andreas-Salomé, das in der ursprünglichen Hardcover-Ausgabe enthalten war und bei der Überarbeitung zur Taschenbuchausgabe gestrichen wurde.
Erweitertes und aktualisiertes E-Book: 12,95 Euro, ISBN 978-3-937211-06-3 zum Shop

Ursula Welsch, Dorothee Pfeiffer
Bildbiographie "Lou Andreas-Salomé"

Dieser Band, der aus dem Nachlass von Lou Andreas-Salomé schöpft, präsentiert mit 200 Abbildungen Leben, Lieben und Schaffen dieser außergewöhnlichen Frau in zahlreichen, zum Teil bislang unveröffentlichten Fotos und Dokumenten. Das Leben der Lou Andreas-Salomé wird in sieben Lebensphasen vorgestellt, die jeweils mit einem Kurztext umrissen und mit zahlreichen Bildern illustriert werden.
(Die Buchausgabe ist vergriffen.)
In die E-Book-Ausgabe wurden zusätzlich integriert: Kurzbiographien von Zeitgenossen und Leseproben aller erwähnten Werke.
E-Book-Ausgabe (EPUB): ISBN 978-3-937211-41-1, 9,99 Euro (zum Shop)

Rezensionen



Forschungsbände

Ihr zur Feier: Lou Andreas-Salomé (1861-1937)
Interdisziplinäres Symposium aus Anlass ihres 150. Geburtstages

Dieser interdisziplinäre Aufsatzband eröffnet neue Zugänge zum Werk Lou Andreas-Salomés – einer der faszinierendsten Intellektuellen der frühen Moderne: Sie laden dazu ein, das umfangreiche Werk einer Autorin wiederzuentdecken, deren Ruhm als »Muse« berühmter Männer wie Friedrich Nietzsche, Rainer Maria Rilke und Sigmund Freud den Blick auf ihr eigenes Schaffen lange Zeit verstellt hat.

Die Vorträge der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Literatur, Philosophie und Psychoanalyse wurden im Rahmen eines internationalen Symposiums gehalten, zu dem das Göttinger Lou Andreas-Salomé Institut anlässlich des 150. Geburtstagrs von Lou Andreas-Salomé eingeladen hatte. Entsprechend den breit gestreuten Wirkungsfeldern von Lou Andreas-Salomé als Erzählerin, Essayistin und Psychoanalytikerin spannen sie einen Bogen vom literarischen Œuvre bis zu ihren religions-philosophischen, literaturkritischen und psychoanalytischen Arbeiten.

Acht internationale Koryphäen der aktuellen Forschung zu Lou Andreas-Salomé haben vorgetragen mit Themen über das Werk, die psychoanalytische Arbeit und das Umfeld:

Heidi Gidion (Göttingen), Britta Benert (Strasbourg), Cornelia Pechota Vuilleumier (Genf), Brigitte Rempp (Göttingen), Claudia Weinzierl (Wien), Manfred Klemann (Göttingen), Gisela Brinker-Gabler (Binghampton, N.Y.), Hans-Rüdiger Schwab (Münster)

Zusammen mit dem Vortrag von Stéphane Michaud vom 13. Februar 2011 in Göttingen bilden sie diesen Symposiumsband.

208 Seiten

Buchausgabe: ISBN 978-3-937211-27-5  ... zum Shop
PDF-E-Book: ISBN 978-3-937211-28-4 ... zum Shop

Inhalt

Gedenkfeier am 13. Februar 2011
Stéphane Michaud: Lou Andreas-Salomé 2011: Vor 100 Jahren begegnete die Dichterin Sigmund Freud (zum PDF)

Symposium am 24.–25. Juni 2011 in Göttingen
Heidi Gidion: Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke – ihre Reise(n) nach Russland (zum PDF)

Britta Benert: Lou Andreas-Salomé, eine vielsprachige Autorin? Überlegungen zum Novellenband »Im Zwischenland« (1902) in Zusammenhang mit dem Paradigma der Interkulturalität (zum PDF)

Cornelia Pechota: Kunst als Therapie in Lou Andreas-Salomés Roman »Das Haus«. Die kreative Heilung im Lichte ihrer Narzissmus-Theorie (zum PDF)

Brigitte Rempp: Die Gegenwart von Lou Andreas-Salomé beim Lesen und Hören von Texten anderer Autoren (zum PDF)

Claudia Weinzierl: »Die Geburt der Komödie aus dem Geist der Erotik«. Lou Andreas-Salomés  apokryphes Evangelium der Moderne. Ein Forschungsbericht
(zum PDF)

Manfred Klemann: »Wo Rauch ist, da ist Feuer«. Die psychoanalytische Praxis der Lou Andreas-Salomé (zum PDF)

Gisela Brinker-Gabler: Bild und Wort: Lou Andreas-Salomé und Walter Benjamin
(zum PDF)

Hans-Rüdiger Schwab: Lou Andreas-Salomés Nietzsche – »homo religiosus« im Gewand einer Philosophie der Moderne? (zum PDF)



Britta Benert, Romana Weiershausen (Hg.)
Zwischenwege in der Moderne / Sur les chemins de traverse de la modernité

Ausgehend von dem internationalen Kongress „Kosmopolitin auf Zwischenwegen / Une cosmopolite sur les chemins de traverse“, der zu Lou Andreas-Salomés 80. Todestag im Februar 2017 in Straßburg stattfand, ist ein umfangreicher Forschungsband entstanden, der von Britta Benert, Universität Straßburg (ESPE), und Romana Weiershausen, Universität Saarbrücken, herausgegeben wurde.

Die Beiträge des Forschungsbands beleuchten die wissenschaftliche und die mediale Sicht auf Lou Andreas-Salomé und bieten hoch span­nende und innovative Erkenntnisse zur Biografie Lou Andreas-Salomés und ihrer Rezeption in den Medien aus verschiedenen medialen Perspektiven.

ISBN 978-3-937211-82-4 (Buch)
ISBN 978-3-937211-83-1 (PDF-E-Book)
Preis: 69 Euro (zum Shop)

Der Band beinhaltet Beiträge in deutscher und französischer Sprache.

Inhaltsverzeichnis (PDF)

  • Einleitung: Zwischenwege
    Britta Benert & Romana Weiershausen

I. Verortungen

  • Lou Andreas-Salomé heute: Porträt und Perspektiven
    Stéphane Michaud
  • Scharfsinnig wie ein Adler und mutig wie ein Löwe – Lou Andreas-Salomé im Grenzraum akademischer Disziplinen und im Dschungel (männlicher) Deutungen
    Irmela von der Lühe
  • Lou Andreas-Salomé : eros et féminisme
    Entretien avec Geneviève Fraisse – mené par Géraldine Mosna-Savoye

II. Schreiben zwischen den Disziplinen

  • Die russische Literatur im Lichte von Lou Andreas-Salomés Betrachtungen zur Moderne
    Grażyna Krupińska
  • Existenz als Experiment. Dimensionen der Wahrnehmung bei Lou Andreas-Salomé
    Cornelia Pechota
  • »Gottesschaffen«. Religionspsychologische und religionshistorische Betrachtung von Gottesvorstellungen im essayistischen Werk Lou Andreas-Salomés
    Katrin Wellnitz 
  • Von Spinoza zu Freud. Überlegungen zur klinischen Theorie von Lou Andreas-Salomé
    Manfred Klemann
  • Fast schreiben. Inzwischen Briefe. Anna Freud – Lou Andreas-Salomé
    Brigitte Spreitzer
  • Lou Andreas-Salomé dans les Almanachs de la psychanalyse
    Henriette Michaud 

III. Inédit: ein Essay Lou Andreas-Salomés von 1934

  • Lou Andreas-Salomé: „Mein Bekenntnis zu Deutschland“ (1934, unveröffentlicht, hrsg. von Romana Weiershausen)
  • „Mein Bekenntnis zum heutigen Deutschland“ – Kommentar
    Romana Weiershausen

IV. Zum Umgang mit dem Werk heute: Schule und Edition

  • Mehr als eine spannende Biographie: Ein Plädoyer für eine ‚Behandlung‘ von Lou Andreas-Salomé in der Schule
    Annette Kliewer
  • Lou Andreas-Salomé publizieren – gestern und heute
    Ursula Welsch

V. Inspirationen: Streifzüge mit Lou Andreas-Salomé in der Kunst

  • Quand même (Lou)! Plus même!
    Diane Watteau 
  • Das Fremde als das Eigene – Schreiben über Fremdheit in eigenen Texten und bei Lou Andreas-Salomé
    Cordula Simon

Rezensionen

Anne Steinmeier: Buchbericht: Britta Benert, Romana Weiershausen (Hg.) Lou Andreas-Salomé: Zwischenwege in der Moderne / Sur les chemins de traverse de la modernité. Taching am See 2019, in: Wege zum Menschen (WzM), 72. Jg., Heft 4, 2020, S. 371-376.

Rolf Löchel: Lou Andreas-Salomé. Zwischenwege in der Moderne / Sur les chemins de traverse de la modernité, hg. von Britta Benert/Romana Weiershausen, in: Freiburger literaturpsychologische Gespräche. Jahrbuch für Literatur und Psychoanalyse, Bd. 40, Rahmenthema: »Religion und Gewalt«, hg. von Tatjana Jesch, Würzburg: Königshausen & Neumann 2021, S. 299–303.

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